Handy Signatur

Seit Ende 2009 können Bürgerinnen und Bürger zwischen zwei unterschiedlichen Ausprägungen der Bürgerkarte wählen – der bekannten kartenbasierten Variante, bei der z. B. die e-card zur „Bürgerkarte“ aktiviert wird und einer mobilen Lösung, der „Handy-Signatur“.

Die Handy-Signatur (Bürgerkartenfunktion am Mobiltelefon) wurde von Österreich im Rahmen des EU-Großpilotprojekts zur Interoperabilität elektronischer Identitäten „STORK“ mit Unterstützung durch die EU-Kommission entwickelt und im vierten Quartal 2009 in Betrieb genommen. Die Lösung ermöglicht elektronische Signaturen mittels Mobiltelefon. Softwareinstallationen und zusätzliche Hardware (Kartenleser) sind im Gegensatz zur kartenbasierten Bürgerkarte nicht mehr nötig.

Es wird – ähnlich den von Banken für das E-Banking verwendeten Lösungen – nach erfolgter Anmeldung mittels Zugangskennung (Handynummer) und PIN ein TAN-Code mittels SMS an das aktivierte Mobiltelefon übermittelt. Die Eingabe dieses TAN-Codes in der jeweiligen Anwendung löst die qualifizierte elektronische Signatur aus. Mittels Mobiltelefon kann so auf denkbar einfache Weise eine qualifizierte elektronische Signatur erzeugt werden, die ebenso wie bei der kartenbasierten Lösung als gleichwertiges Pendant zur eigenhändigen Unterschrift nicht nur für elektronische Amtswege, sondern auch in der Privatwirtschaft – etwa beim E-Banking – uneingeschränkt Verwendung finden kann. Die Handy-Signatur stellt vor allem für weniger intensive Nutzerinnen und Nutzer eine bedienfreundliche Alternative zur bekannten, kartenbasierten Form der Bürgerkarte dar.

Die Aktivierung einer Handy Signatur kann unter https://www.handy-signatur.at/ durchgeführt werden.

PDF Signatur mit der Handy Signatur

Weiters ist es möglich, mit der Handy Signatur komfortabel PDF Dateien zu signieren, ohne eine Software installieren zu müssen.

In drei Schritten:

  1. pdf Datei hochladen
  2. signieren
  3. signiertes pdf speichern

Direkter Link, wenn schon eine Handy Signatur aktiviert wurde: [1].

Allgemeines zur PDF Signatur.

Handy Signatur und Vollmachten

Die Handy Signatur stellt eine wertvolle Alternative zu lokal auf dem Arbeitsplatz installierten Bürgerkartenumgebungen dar. Zur Vollständigkeit wäre eine automatisierte Hinterlegung von elektronischen Vollmachten unbedingt erforderlich, um die Handy Signatur als Zugangsmethode zu elektronischen Zustelldiensten auch durch institutionelle Teilnehmer (juristische Personen) nützen zu können.

Sinnvoller Weise müsste das im Bestellvorgang (im Sinne eines one-stop Government) erfolgen können: Nach dem Akzeptieren des Vertrags und der Geschäftsbedingungen müsste der Prozess fortgesetzt werden und die Frage müsste lauten: "Sollen ... bereits bestehende elektronische Vollmachten zugeordnet werden ? Dann sollte ein wiederholbarer Block jew. die Stammzahl der zuzuornenden jurist. Person (FB-Nr, Vereinsregister-Nr, ERsB-Nr.) und Vollmachttyp (Prokura, Postvollmacht ...) damit müsste dann im Hintergrund ein Request an das Vollmachtenregister möglich sein, das die entspr. Vollmachten im HSM der HandySignatur hinterlegt.

Ein weiter Eintrittspunkt im User-Service müsste dann noch durch ein "weitere Vollmachten holen" geschaffen werden, um spätere, nach dem HandySignatur Bestellvorgang im Vollmachtenregister entstandene Vollmachten zuordnen zu können. Das Vollmachtenregister selbst kennt dzt. mW. nur einen standard-Auslieferungsprozess, der die Vollmacht in Form einer elektron.Zustellung als Zeiger übermittelt - über diesen wird dann die Vollmacht auf eine lokale Karte geladen.